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Die lesbische Liebe

 


Sappho von Lesbos – der Name steht auch für weibliche Homosexualität. Während man in der Antike mit verschiedenen Spielarten der Liebe relativ unbefangen umging, hat sich im christlichen Abendland über Jahrhunderte eine scharfe Verteufelung und Verurteilung aller Liebespraktiken durchgesetzt, die nicht die Zeugung ehelicher Nachkommen zum Ziel hat.
Erst in unserer unmittelbaren Gegenwart erobert sich Homosexualität wieder gesellschaftliche Anerkennung, wenngleich davon eine gewisse voyeuristische Faszination ausgeht, die sich die Medien oft in marktschreierischer Form zu Nutze macht und dem Thema bisweilen die Ernsthaftigkeit nimmt. So steht der Name Lesbos oft nur noch für das sinnenhafte Ausleben fleischlicher Begierden, während alles Übrige, für das der Name Sappho von Lesbos einmal stand: weibliches Selbstbewusstsein, Aufbegehren gegen ungerechte männliche Dominanz, die Bejahung des eigenen Gefühls auch gegen gesellschaftliche Konvention – in Vergessenheit gerät oder sogar heute wie damals misstrauisch verfolgt wird.

Worin besteht Sapphos Liebe?

 


Sappho besingt in ihren Gedichten die Schönheit und Liebe ihrer Mädchen und jungen Frauen, ihrer Schülerinnen. Die wenigen Texte, die uns von Sapphos umfangreichem, ursprünglich neun Bände umfassenden Werk erhalten geblieben sind, geben zarte Andeutungen wider. Zotige Derbheit, Anzüglichkeit oder handgreifliche Sinnenlust sucht man vergebens: Sappho bleibt dem Eros treu, den sie als Sohn Aphrodites verehrt.

Diese weibliche Erotik forderte zunächst die männliche Eifersucht heraus: Die Frau habe sich gefälligst dem Manne unterzuordnen und sich in die Abhängigkeit seiner Sexualität zu begeben. Später sahen christliche Kritiker, dass die weibliche Erotik Sapphos den Wunsch nach Ehe und Kinderzeugung überflüssig machen könnte. Scheinbar zügellose Sündhaftigkeit und unstatthaftes Aufbegehren eines untergeordneten Geschlechts waren die Vorwände, die Sapphos Gedanken zusammen mit ihrer Lyrik dem Untergang weihten. Beinahe!

 

Quelle

http://www.br-online.de/wissen-bildung/
http://de.lesbianas.tv/





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