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Entstehung des Red Ribbon

Die rote Schleife steht für Verbundenheit mit den Opfern des HIV-Virus. Namhafte Hollywoodstars machten den Reversanstecker populär, als sie in den Achtzigerjahren damit demonstrativ bei der Oscarverleihung auftraten. Bis heute verteilt die Deutsche Aidshilfe einmal im Jahr beim "Weltaidstag" die kleinen Schleifchen gegen eine möglichst große Spende.     
   
Das Red Ribbon ist seit 1992 über den Kreis der Schwulenbewegung hinaus bekannt geworden. Bei der Oscar-Verleihung 1992 trugen die Stars erstmals fast geschlossen das Red Ribbon am Revers. Es ist das Jahr, in dem erstmals ein Oscar posthum an einen an AIDS verstorbenen Künstler, den Musicalkomponisten Howard Ashmann ("Die Schöne und das Biest"), verliehen wurde.

Böse Zungen haben für die Entstehung der roten Schleife folgende Erklärung:


Als Liz Tazlor mal wieder die Langeweile überkam, kramte sie in ihren Schränken und fand Reste einer Bordüre, für die sie keine Verwendung hatte. Weil nun um sie herum schon so viele an AIDS gestorben waren, kam ihr die Idee, die Bordüre in kleine Streifen zu schneiden und sie, mit einer Sicherheitsnadel versehen, als Schleife zu tragen.

Solche Schleifen haben in den USA Tradition: Im Vietnamkrieg erinnerten weiße Schleifen an verstorbene US-Soldaten, im Golfkrieg trug man gelbe Schleifen.

Das rote Schleifchen sollte signalisieren: Ich erinnere mich an Menschen, die an den Folgen von AIDS gestorben sind.

Zum Hintergrund


Tatsächlich wurde das Red Ribbon von einer kleinen Gruppe namens Visual AIDS aus New York erfunden. Visual AIDS wollte ein Zeichen kontinuierlicher Erinnerung und Solidarität schaffen.

Möglicherweise wurden sie dabei vom Protest einiger Ärzte auf der ersten Welt-AIDS-Kongress in San Francisco inspiriert. Damals hatten die USA viel Ehrgeiz entwickelt, die erste Konferenz dieser Art zu veranstalten.

Den Menschen allerdings, die mit dem HIV infiziert und somit von AIDS am stärksten betroffen waren, wurde die Einreise in die Vereinigten Staaten verwehrt.

Das Einreiseverbot für HIV+ Menschen wurde übrigens erst von Präsident Clinten, also 10 Jahre später, aufgehoben.

Als stilles, aber deutlich sichtbares Zeichen ihres Protestes haben einige Ärzte rote Armbinden getragen. Diese wurden dann später zum Red Ribbon stilisiert. Dabei spielte die Tradition der Schleifen (siehe oben) als Ausdruck von Trauer sicher die entscheidene Rolle.

Heute tragen viele Menschen in Nordamerika und Europa das Red Ribbon als Zeichen ihrer Solidarität mit HIV-positiven Menschen.

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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